Phishing: Gefälschte Nachrichten
Betrüger verschicken E-Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten, die aussehen, als kämen sie von der Bank oder einem Paketdienst. Ein Link führt auf eine nachgebaute Seite, auf der Zugangsdaten oder eine TAN abgefragt werden. Die Grundregel für Ihr Kind: Banken fragen nie per Nachricht nach PIN, Passwort oder TAN. Freigaben in der Banking-App gibt es nur für Aufträge, die man selbst gestartet hat.
Fake-Shops und Kleinanzeigen
Besonders günstige Sneaker, Konsolen oder Konzertkarten locken in nachgemachte Online-Shops. Bezahlt wird per Vorkasse, die Ware kommt nie. Warnzeichen sind Preise weit unter dem Marktpreis, ein fehlendes Impressum und die Überweisung als einzige Zahlungsart. Ob ein Shop seriös ist, lässt sich mit dem Fakeshop-Finder der Verbraucherzentralen prüfen.
Bei Kleinanzeigen gilt: kein Geld vorab an Unbekannte überweisen. Eine Überweisung lässt sich kaum zurückholen. Am sichersten ist die Bezahlung bei Abholung.
Schnelles Geld: Vorsicht bei Jobangeboten
In sozialen Netzwerken werben Betrüger mit leicht verdientem Geld: Man müsse nur sein Konto „zur Verfügung stellen“ oder Geld weiterleiten. Wer das tut, wird zum sogenannten Finanzagenten und hilft bei der Geldwäsche. Das ist strafbar, auch für Jugendliche ab 14 Jahren, und führt meist zur Kündigung des Kontos. Konto, Karte und Zugangsdaten gibt man niemals an andere weiter.
Druck über Chats und Spiele
Eine weitere Masche: Unbekannte bauen über Chats oder Online-Spiele Vertrauen auf und fordern dann Geld oder Gutscheincodes, manchmal mit Drohungen. Hier gilt: nicht zahlen, Nachrichten sichern und sofort mit Ihnen sprechen. Machen Sie deutlich, dass Ihr Kind keinen Ärger bekommt, wenn es sich meldet.
Wenn es passiert ist
- 1Karte und Zugang sperrenIn der Banking-App oder über den Sperr-Notruf 116 116, rund um die Uhr erreichbar.
- 2Bank informierenMelden Sie unberechtigte Abbuchungen sofort. SEPA-Lastschriften lassen sich bis zu acht Wochen nach der Belastung zurückgeben.
- 3Anzeige erstattenBei der Polizei, in vielen Bundesländern auch online über die Internetwache.
- 4Passwörter ändernÄndern Sie die Zugangsdaten des betroffenen Kontos und überall dort, wo dasselbe Passwort genutzt wurde.
Hat Ihr Kind mit der Karte bezahlt und die Ware kommt nicht, kann die Bank eine Rückbuchung beim Händler prüfen. Bei einer Überweisung ist das Geld dagegen meist verloren.
Fazit
Die wichtigsten Regeln passen auf einen Zettel: keine Daten per Nachricht, kein Geld vorab an Unbekannte, Konto und Karte nie weitergeben. Sprechen Sie die Maschen offen an, damit Ihr Kind im Ernstfall schnell zu Ihnen kommt.
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