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3. Juli 2026 · Von Marcel Czeranski

Finanz-Glossar: Konten & Geldanlage von A–Z

Von Abgeltungssteuer bis Zinseszins: In diesem Glossar erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Kinderkonten, Sparen und Geldanlage – kurz, verständlich und ohne Fachchinesisch. So verstehen Sie schnell, worauf es beim Konto oder Depot fürs Kind wirklich ankommt.

Gut zu wissen: Die folgenden Erklärungen sind allgemeinverständlich formuliert und ersetzen keine individuelle Beratung. Konditionen einzelner Anbieter (Stand Juli 2026) finden Sie in unseren Vergleichen zu Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depot. Dies ist keine Anlageberatung.

Begriffe von A bis Z

Abgeltungssteuer

Die Abgeltungssteuer ist die pauschale Steuer auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne. Sie beträgt 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Bank führt sie in der Regel automatisch ans Finanzamt ab – oberhalb des Sparerpauschbetrags.

Bank Identifier Code (BIC)

Der BIC ist der internationale Bankleitcode und identifiziert im Zahlungsverkehr eindeutig ein Kreditinstitut. Bei Überweisungen innerhalb Deutschlands und des SEPA-Raums genügt heute meist die IBAN allein. Der BIC wird vor allem bei einzelnen Auslandsüberweisungen noch verlangt.

Dispokredit

Der Dispokredit (kurz Dispo) erlaubt es, das Girokonto bis zu einem vereinbarten Rahmen zu überziehen. Er ist praktisch, aber wegen hoher Zinsen teuer. Kinder- und Jugendkonten werden bewusst auf Guthabenbasis geführt und haben deshalb keinen Dispo – das Kind kann sich nicht verschulden. Mehr dazu im Girokonto-Vergleich.

ETF (Exchange Traded Fund)

Ein ETF ist ein börsengehandelter Indexfonds, der zum Beispiel einen breiten Aktienindex wie den MSCI World nachbildet. Er ist kostengünstig, streut das Risiko über viele Werte und eignet sich gut für den langfristigen Vermögensaufbau. Über einen Sparplan im Junior-Depot lässt sich schon mit kleinen Beträgen fürs Kind investieren.

Einlagensicherung

Die Einlagensicherung schützt Guthaben auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten, falls eine Bank zahlungsunfähig wird. In der EU sind Einlagen gesetzlich bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank abgesichert. Achten Sie darauf, in welchem Land die Bank sitzt – die Sicherung greift jeweils nach dem dortigen nationalen System.

Festgeld

Beim Festgeld wird ein Betrag für eine feste Laufzeit – etwa ein bis fünf Jahre – zu einem garantierten Zins angelegt. Während der Laufzeit kommt man in der Regel nicht an das Geld. Dafür ist der Zins über die gesamte Zeit planbar, ideal für ein konkretes Sparziel. Details im Festgeld-Vergleich für Kinder.

Freistellungsauftrag

Mit einem Freistellungsauftrag teilen Sie Ihrer Bank mit, bis zu welcher Höhe Kapitalerträge steuerfrei bleiben sollen. Er stellt sicher, dass der Sparerpauschbetrag genutzt und keine unnötige Abgeltungssteuer einbehalten wird. Auch für Kinderkonten lässt sich ein eigener Freistellungsauftrag einrichten.

Girocard

Die Girocard (früher EC-Karte) ist die klassische Debitkarte zum deutschen Girokonto. Mit ihr bezahlt man im Geschäft und hebt Bargeld ab, wobei der Betrag direkt vom Konto abgebucht wird. Viele Kinderkonten bieten eine Girocard oder alternativ eine Visa/Mastercard Debit.

Girokonto

Das Girokonto ist das Konto für den täglichen Zahlungsverkehr: Geld empfangen, überweisen, mit Karte bezahlen und Bargeld abheben. Anders als beim Sparkonto geht es nicht um Zinsen, sondern um den Alltag mit Geld. Für Kinder ist es das ideale Übungsfeld – siehe unseren Vergleich der Kinder-Girokonten.

Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag ist der Teil des Einkommens, der grundsätzlich steuerfrei bleibt. Da Kinder meist kein oder nur geringes eigenes Einkommen haben, fällt auf ihre Kapitalerträge häufig gar keine Steuer an. Mit einer sogenannten Nichtveranlagungs-Bescheinigung lässt sich der Steuerabzug beim Kind ganz vermeiden.

Junior-Depot

Ein Junior-Depot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen des Kindes läuft und von den Eltern verwaltet wird. Damit lassen sich Aktien, Fonds und vor allem ETFs als Sparplan ansparen – ideal für langfristigen Vermögensaufbau über viele Jahre. Anbieter und Konditionen im Junior-Depot-Vergleich.

Kapitalertragsteuer

Die Kapitalertragsteuer ist die Steuer auf Erträge aus Kapitalvermögen, etwa Zinsen und Dividenden. Sie wird in Form der Abgeltungssteuer direkt von der Bank einbehalten und abgeführt. Bis zur Höhe des Sparerpauschbetrags bleiben Erträge steuerfrei.

Kindergeld

Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die Eltern monatlich pro Kind erhalten. Es kann für laufende Ausgaben genutzt oder teilweise fürs Kind angelegt werden – zum Beispiel per Sparplan im Junior-Depot oder auf einem Tagesgeldkonto. Schon kleine regelmäßige Beträge summieren sich über die Jahre.

Kontoführungsgebühr

Die Kontoführungsgebühr ist das Entgelt, das manche Banken für das Führen eines Girokontos verlangen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist die Kontoführung bei den meisten Anbietern kostenlos. Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis lohnt sich trotzdem, etwa wegen Gebühren am Fremdautomaten.

Mindestanlage

Die Mindestanlage ist der kleinste Betrag, den ein Anbieter für ein Produkt verlangt. Bei Tagesgeld gibt es oft gar keine Mindestanlage, bei Festgeld beginnt sie häufig bei einigen Tausend Euro. Prüfen Sie die Grenze vor dem Abschluss im jeweiligen Festgeld-Vergleich.

Ordergebühr

Die Ordergebühr fällt beim Kauf oder Verkauf von Wertpapieren im Depot an. Sie kann pauschal oder abhängig vom Ordervolumen berechnet werden. Bei Sparplänen auf ETFs sind viele Ausführungen inzwischen kostenlos – das schont besonders bei kleinen Beträgen die Rendite.

Rendite

Die Rendite beschreibt den Ertrag einer Geldanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, meist als Prozentsatz pro Jahr. Sichere Anlagen wie Tages- und Festgeld bieten eine feste, aber niedrigere Rendite; Aktien und ETFs versprechen langfristig mehr, schwanken dafür stärker. Höhere Renditechancen gehen immer mit höherem Risiko einher.

Sondervermögen

Als Sondervermögen gilt das in einem Fonds oder ETF angelegte Kapital der Anleger. Es wird rechtlich getrennt vom Vermögen der Fondsgesellschaft verwahrt und bleibt bei deren Insolvenz geschützt. Dieser Schutz ist ein wichtiger Grund, warum ETF-Sparen im Junior-Depot als solide gilt.

Sparerpauschbetrag

Der Sparerpauschbetrag ist der jährliche Freibetrag, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Er beträgt aktuell 1.000 Euro pro Person, bei gemeinsam veranlagten Ehepaaren 2.000 Euro. Ausgeschöpft wird er über einen Freistellungsauftrag bei der Bank.

Sparplan

Ein Sparplan legt automatisch in festen Abständen – meist monatlich – einen gleichbleibenden Betrag an, etwa in einen ETF. So baut man mit kleinen Raten Schritt für Schritt Vermögen auf und nutzt Kursschwankungen über den sogenannten Durchschnittskosteneffekt. Sparpläne sind das Herzstück des langfristigen Sparens im Junior-Depot.

Tagesgeld

Tagesgeld ist eine flexible Sparform: Das Geld ist täglich verfügbar und wird variabel verzinst. Es eignet sich gut für die Rücklage oder als Parkplatz, bis das Geld gezielter angelegt wird. Anders als beim Festgeld kann sich der Zins jederzeit ändern – aktuelle Angebote im Tagesgeld-Vergleich für Kinder.

Verfügungsrahmen

Der Verfügungsrahmen legt fest, wie viel innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgehoben oder mit Karte bezahlt werden darf. Bei Kinderkonten lassen sich diese Limits von den Eltern niedrig einstellen, um den Überblick zu behalten. So lernt das Kind den Umgang mit Geld in einem sicheren Rahmen.

Volljährigkeit

Mit Vollendung des 18. Lebensjahrs wird ein Kind volljährig und voll geschäftsfähig. Ab diesem Zeitpunkt verwaltet es Konto und Depot selbst; das Verwaltungsrecht der Eltern endet. Viele günstige U18-Konditionen laufen dann aus – ein guter Zeitpunkt, Konten zu prüfen und gegebenenfalls zu wechseln.

Zins

Der Zins ist der Preis fürs Geld: Wer spart, bekommt Zinsen als Vergütung; wer einen Kredit nutzt, zahlt sie. Angegeben wird er meist als Prozentsatz pro Jahr (p. a.). Bei Tagesgeld ist der Zins variabel, bei Festgeld für die Laufzeit fest.

Zinseszins

Vom Zinseszins spricht man, wenn bereits gutgeschriebene Zinsen wieder mitverzinst werden. Über lange Zeiträume wächst das Vermögen dadurch immer schneller – ein starker Effekt gerade beim Sparen fürs Kind über viele Jahre. Je früher man beginnt, desto größer ist am Ende der Zinseszins-Effekt.

Zinsgarantie

Eine Zinsgarantie sichert zu, dass ein bestimmter Zins über einen festgelegten Zeitraum unverändert bleibt. Typisch ist sie beim Festgeld, wo der Zins für die gesamte Laufzeit garantiert wird. Sie schafft Planungssicherheit, bindet das Geld aber für die vereinbarte Dauer.

Weiterlesen

Sie kennen jetzt die wichtigsten Begriffe – jetzt geht es in die Praxis. Vergleichen Sie Girokonten, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depots für Kinder, oder finden Sie im Überblick Starterkonto nach Alter das passende Konto für jedes Lebensalter. Vertiefende Artikel gibt es in unserem Ratgeber, und bei offenen Fragen hilft unsere FAQ-Seite weiter.

Marcel Czeranski
Über den Autor Marcel Czeranski

Marcel ist Finanz-Redakteur und vergleicht für Starterkonto.de Girokonten, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depots für Kinder. Er erklärt komplexe Finanzthemen für Eltern verständlich und praxisnah.