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20. September 2026 · Von Marcel Czeranski

Häufige Fragen zum Starterkonto

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um Konten und Geldanlage für Kinder und Jugendliche – vom Girokonto ab Geburt über Tagesgeld und Festgeld bis zum Junior-Depot. Alle Angaben verstehen sich als allgemeine Information und stellen keine Anlageberatung dar.

Kurz erklärt: Ein „Starterkonto“ ist kein einzelnes Produkt, sondern der Oberbegriff für das erste Konto eines Kindes. Je nach Ziel – bezahlen, flexibel sparen, fest anlegen oder langfristig Vermögen aufbauen – passt eine andere Kontoart. In den folgenden Antworten ordnen wir die vier Bausteine ein. Konditionen-Stand: Oktober 2026.

Sie finden hier Antworten zu Alter, Kosten, Sicherheit, Steuern und der Frage, wem das angelegte Geld eigentlich gehört. Wenn Sie tiefer einsteigen möchten, hilft unser Ratgeber weiter, und im Glossar erklären wir die wichtigsten Fachbegriffe verständlich.

Alle Fragen im Überblick

Der Begriff Starterkonto ist kein einzelnes Bankprodukt, sondern ein Sammelbegriff für das erste Konto eines Kindes oder Jugendlichen. Dahinter können ganz unterschiedliche Kontoarten stehen: ein Girokonto zum Bezahlen, ein Tagesgeldkonto zum flexiblen Sparen, ein Festgeldkonto für feste Sparziele oder ein Junior-Depot für den langfristigen Vermögensaufbau.
Grundsätzlich ab Geburt. Viele Banken eröffnen Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depot schon für Neugeborene – verwaltet werden diese Konten dann von den Eltern als gesetzliche Vertreter. Ein eigenständig genutztes Girokonto mit Karte gibt es je nach Anbieter ab Geburt oder ab etwa 7 Jahren. Welche Kontoart in welchem Lebensabschnitt sinnvoll ist, zeigt unser Überblick Starterkonto nach Alter.
Ganz grob: Das Girokonto ist fürs Bezahlen und den Alltag da, Tagesgeld für flexibles Sparen mit jederzeitiger Verfügbarkeit, Festgeld für ein festes Ziel mit garantiertem Zins über eine feste Laufzeit, und das Junior-Depot für langfristigen Vermögensaufbau mit ETFs oder Fonds. Viele Familien kombinieren mehrere dieser Bausteine, weil sie unterschiedliche Zwecke erfüllen.
In der Regel ja. Die meisten Direktbanken bieten Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depot für unter 18-Jährige ohne Kontoführungs- oder Depotgebühren an. Achten sollten Sie auf Nebenkosten wie Gebühren beim Bargeldabheben an Fremdautomaten oder Ordergebühren beim Wertpapierkauf. Die konkreten Konditionen der von uns vorgestellten Anbieter finden Sie in den Vergleichstabellen der jeweiligen Kontoart-Seiten.
Guthaben auf Giro-, Tagesgeld- und Festgeldkonten ist über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt – bei Banken aus dem EU-Ausland greift die Einlagensicherung des jeweiligen Landes. Beim Junior-Depot verhält es sich anders: Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören dem Kind, unterliegen aber Kursschwankungen und damit einem Verlustrisiko. Was Einlagensicherung genau bedeutet, erklären wir im Glossar.
Zinsen und Kursgewinne zählen zu den Kapitalerträgen und sind grundsätzlich steuerpflichtig. Kindern steht aber ein eigener Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr zu, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Über einen Freistellungsauftrag bei der Bank lässt sich der automatische Steuerabzug vermeiden. Dies ist keine Steuerberatung – bei größeren Beträgen oder Eigeneinkommen des Kindes lohnt der Blick zum Steuerberater.
Für die meisten Kinderkonten ja: Bei 1.000 € Freibetrag bleiben je nach Zinsniveau mehrere Zehntausend Euro Guthaben steuerfrei. Wichtig ist, den Freistellungsauftrag tatsächlich einzureichen, da die Bank sonst automatisch Abgeltungsteuer einbehält. Wird der Freibetrag ausgeschöpft, kann über eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung oft trotzdem eine Steuerbelastung vermieden werden, solange das Kind kaum eigenes Einkommen hat.
Rechtlich gehört das Geld dem Kind, nicht den Eltern. Eltern verwalten das Konto nur treuhänderisch im Sinne des Kindes und dürfen das Vermögen nicht für eigene Zwecke verwenden. Spätestens mit Volljährigkeit erhält das Kind die volle Verfügungsgewalt. Das sollten Sie einplanen, bevor Sie größere Beträge auf den Namen des Kindes anlegen.
Ja, und das ist sogar der Regelfall. Eine typische Aufteilung ist ein Girokonto fürs Taschengeld und Bezahlen, ein Tagesgeldkonto als flexibler Sparpuffer und ein Junior-Depot für den langfristigen Vermögensaufbau. Für ein konkretes Ziel mit festem Zeithorizont ergänzt ein Festgeldkonto das Ganze sinnvoll.
Tagesgeld ist täglich verfügbar und variabel verzinst – ideal für kurzfristig benötigtes oder noch nicht zugeordnetes Geld. Festgeld bindet den Betrag für eine feste Laufzeit und garantiert dafür einen festen Zins – gut für ein bekanntes Sparziel wie den Führerschein. Ein Junior-Depot investiert in Wertpapiere und bietet über viele Jahre die höchsten Renditechancen, dafür aber mit Kursschwankungen und Verlustrisiko. Details finden Sie auf den Seiten zu Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depot.
Meist ab dem Grundschulalter, wenn das Kind regelmäßig Taschengeld bekommt und erste eigene Einkäufe tätigt. Manche Banken vergeben eine eigene Karte ab 7 Jahren, andere eröffnen das Konto schon ab Geburt zur Verwaltung durch die Eltern. Kinder-Girokonten werden auf Guthabenbasis geführt und lassen sich nicht überziehen – ein sicheres Übungsfeld für den Umgang mit Geld. Mehr dazu auf unserer Seite Girokonto für Kinder.
Mit der Volljährigkeit erlischt die elterliche Verwaltungsbefugnis: Das Kind erhält die volle Kontrolle über Konto und Vermögen. Kostenlose Jugendtarife laufen bei vielen Banken automatisch in reguläre Erwachsenentarife über, die Gebühren kosten können. Es lohnt sich, rechtzeitig vor dem 18. Geburtstag die dann geltenden Konditionen zu prüfen und gegebenenfalls zu einem passenderen Angebot zu wechseln.
Zinsen und Konditionen der Banken ändern sich laufend. Deshalb weisen wir auf jeder Vergleichsseite einen Datenstand aus – aktuell Oktober 2026. Bitte prüfen Sie die genauen Konditionen immer direkt beim jeweiligen Anbieter, bevor Sie ein Konto eröffnen. Unsere Angaben sind sorgfältig recherchiert, ersetzen aber keine individuelle Beratung.
Nein. Wir stellen Konten und Anlageformen für Kinder verständlich gegenüber und liefern redaktionelle Orientierung, geben aber keine individuelle Anlage- oder Steuerberatung. Welches Produkt zu Ihrer Familie passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Anlageziel und Ihrer Risikobereitschaft ab. Im Zweifel wenden Sie sich an eine unabhängige Beratung.

Noch Fragen offen?

Wenn Ihre Frage hier nicht dabei war, hilft unser ausführlicher Ratgeber mit weiterführenden Artikeln weiter. Begriffe wie Einlagensicherung, Abgeltungsteuer oder ETF-Sparplan erklären wir kompakt im Glossar. Und wenn Sie direkt vergleichen möchten, geht es hier zu Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depot.

Marcel Czeranski
Über den Autor Marcel Czeranski

Marcel ist Finanz-Redakteur und vergleicht für Starterkonto.de Girokonten, Tagesgeld, Festgeld und Junior-Depots für Kinder. Er erklärt komplexe Finanzthemen für Eltern verständlich und praxisnah.