Das Wichtigste in Kürze: Es gibt nicht das eine richtige Konto, sondern eine sinnvolle Kombination je nach Alter. In den ersten Jahren steht das Sparen und Anlegen im Vordergrund (Tagesgeld und Junior-Depot), später kommt das eigene Girokonto für den Alltag hinzu. Der größte Hebel ist die Zeit: Wer früh anfängt, lässt den Zinseszins über viele Jahre für das Kind arbeiten.
Der Grundgedanke: früh anfangen und kombinieren
Jedes Konto erfüllt eine andere Aufgabe. Ein Girokonto ist fürs Bezahlen da, ein Tagesgeldkonto fürs flexible Sparen, ein Festgeldkonto für feste Sparziele und ein Junior-Depot für den langfristigen Vermögensaufbau. Genau deshalb setzen die meisten Familien nicht auf ein einziges Produkt, sondern auf eine Kombination, die mit dem Kind mitwächst.
Der wichtigste Faktor ist dabei die Zeit. Wer für ein Neugeborenes anlegt, hat bis zur Volljährigkeit rund 18 Jahre Anlagehorizont – lang genug, damit der Zinseszins bei Sparzinsen und die Rendite an der Börse ihre volle Wirkung entfalten können. Schon kleine, regelmäßige Beträge summieren sich über einen so langen Zeitraum zu einer beachtlichen Summe. Deshalb gilt: nicht auf den perfekten Moment warten, sondern früh und regelmäßig starten. Wie sich die einzelnen Kontoarten unterscheiden, erklären wir ausführlich im Ratgeber; Fachbegriffe wie Zinseszins oder Einlagensicherung findest du im Glossar.
0–6 Jahre: Grundstein legen
In den ersten Lebensjahren nutzt das Kind noch kein eigenes Geld – hier liegt der Fokus voll auf dem Anlegen durch die Eltern. Das ist der ideale Zeitpunkt, um den Grundstein zu legen: Geldgeschenke von Geburt, Taufe und Geburtstagen fließen in Konten, die für das Kind arbeiten, statt auf dem elterlichen Girokonto zu versickern.
Zwei Bausteine passen jetzt besonders gut. Ein Tagesgeldkonto für Kinder hält einen Teil des Geldes sicher und jederzeit verfügbar – ideal als Notgroschen und für kürzere Sparziele. Für den langfristigen Vermögensaufbau kommt ein Junior-Depot mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan hinzu. Über einen Anlagehorizont von mehr als zehn Jahren gleichen sich Kursschwankungen erfahrungsgemäß aus, und der lange Zeitraum ist der beste Verbündete beim Aufbau eines Vermögens. Ein eigenes Girokonto ist in diesem Alter noch nicht nötig.
Kurz gesagt: Tagesgeld für den sicheren, flexiblen Teil und ein Junior-Depot für die Rendite über viele Jahre – so wird die längste verfügbare Anlagezeit optimal genutzt.
7–13 Jahre: Umgang mit Geld lernen
Mit dem Grundschulalter beginnt die Phase, in der das Kind den praktischen Umgang mit Geld lernt. Es bekommt Taschengeld, möchte selbst kleine Einkäufe erledigen und versteht zunehmend, was Sparen bedeutet. Jetzt ist der richtige Moment für das erste eigene Konto im Alltag.
Ein Girokonto für Kinder mit eigener Karte wird jetzt zum wichtigsten neuen Baustein. Viele Banken bieten ein solches Konto ab etwa 7 Jahren an. Weil es auf Guthabenbasis geführt wird, kann das Kind nicht ins Minus rutschen – es lernt sicher, mit einem festen Budget hauszuhalten, und erlebt den Unterschied zwischen Ausgeben und Sparen ganz konkret.
Wichtig: Das Sparen läuft parallel einfach weiter. Tagesgeld und Junior-Depot aus den ersten Jahren bleiben bestehen; der ETF-Sparplan wird idealerweise unverändert fortgeführt, damit der Zinseszins nicht unterbrochen wird. Das Kind kann in diesem Alter außerdem einen kleinen Teil seines Taschengeldes selbst auf ein Sparkonto legen und so den Effekt des Wachsens am eigenen Guthaben erleben.
Kurz gesagt: Ein erstes Girokonto fürs Bezahlen-Lernen kommt hinzu, während Tagesgeld und Depot als langfristige Spartöpfe konsequent weiterlaufen.
14–17 Jahre: Selbstständiger werden
Als Teenager wird das Kind deutlich selbstständiger: Es zahlt online, mit dem Smartphone und unterwegs, hat vielleicht schon einen Ferienjob und plant erste größere Anschaffungen. Das Girokonto ist jetzt kein Übungskonto mehr, sondern ein aktiv genutztes Jugendkonto. Achten sollte man auf eine alltagstaugliche Karte, mit der auch online und im Ausland gebührenfrei bezahlt und Bargeld abgehoben werden kann.
Für konkrete, terminierte Ziele – etwa den Führerschein, das erste Auto oder einen geplanten Auslandsaufenthalt – bietet sich jetzt zusätzlich ein Festgeldkonto für Kinder an. Der Zinssatz steht über die gesamte Laufzeit fest, sodass die Summe bis zum Zieltermin planbar wächst und nicht versehentlich für anderes ausgegeben wird. Weil der Anlagehorizont zur Volljährigkeit hin kürzer wird, verschiebt sich das Gewicht langsam vom schwankungsanfälligen Depot hin zu planbaren, sicheren Bausteinen wie Festgeld und Tagesgeld – Geld, das bald gebraucht wird, gehört nicht mehr an die Börse.
Kurz gesagt: Ein aktiv genutztes Jugendkonto für den Alltag, ergänzt um Festgeld für feste Ziele – und langsam mehr Sicherheit statt Schwankung, je näher der 18. Geburtstag rückt.
Übersicht: Konten nach Alter
Diese Tabelle fasst zusammen, welche Konten in welchem Alter typischerweise gut zusammenpassen. Sie ist als Orientierung gedacht – jede Familie gewichtet je nach Zielen und Sparbetrag anders.
| Alter | Empfohlene Konten | Schwerpunkt |
|---|---|---|
| 0–6 Jahre | Tagesgeld + Junior-Depot | Grundstein legen, lange Anlagezeit nutzen |
| 7–13 Jahre | erstes Girokonto + Sparen läuft weiter | Umgang mit Geld lernen |
| 14–17 Jahre | aktives Jugendkonto + Festgeld | selbstständiger werden, feste Ziele absichern |
Orientierungshilfe, keine Anlageberatung. Konditionen der einzelnen Anbieter Stand Oktober 2026 – bitte immer direkt bei der Bank prüfen.
Konkrete Konten nach Alter filtern
Wähle das Alter deines Kindes – die Tabelle zeigt dann nur die Konten, die für diese Altersstufe tatsächlich eröffnet werden können. Zusätzlich lässt sich nach Kontoart filtern.
Für diese Auswahl gibt es aktuell kein passendes Konto. Bitte eine andere Altersstufe wählen.
19 Angebote · Konditionen Stand Oktober 2026 · * Affiliate-Links, keine Anlageberatung.
Alle Kontoarten auf einen Blick kombinieren
Fürs Sparen & Anlegen
- Tagesgeld: flexibel, jederzeit verfügbar
- Festgeld: fester Zins für feste Ziele
- Junior-Depot: Rendite über viele Jahre
Für den Alltag
- Girokonto: bezahlen und abheben lernen
- ab 7 Jahren mit eigener Karte sinnvoll
- auf Guthabenbasis – keine Schulden möglich
Konkrete Anbieter mit aktuellen Konditionen (Stand Oktober 2026) findest du auf den einzelnen Kontoseiten. Noch offene Fragen beantwortet unsere FAQ-Seite.
