Das Wichtigste in Kürze: Festgeld für Kinder ist eine Einmalanlage mit fester Laufzeit (meist 1 bis 5 Jahre) und einem garantierten Zins. Es eignet sich, wenn das Geld über den gewünschten Zeitraum sicher nicht gebraucht wird und ein festes Ziel finanziert werden soll – etwa der Führerschein oder ein Startkapital zur Volljährigkeit. Für flexibles Sparen ist dagegen Tagesgeld die bessere Wahl.
Was ist Festgeld für Kinder?
Festgeld – auch Termingeld genannt – ist eine Einmalanlage: Sie zahlen einen bestimmten Betrag einmalig ein und binden ihn für eine vorher festgelegte Laufzeit, klassisch zwischen einem und fünf Jahren. Im Gegenzug sichert Ihnen die Bank einen festen Zinssatz für die gesamte Laufzeit zu. Anders als beim Tagesgeldkonto, dessen Zins sich jederzeit ändern kann, wissen Sie beim Festgeld also von Anfang an genau, wie viel am Ende herauskommt.
Für Kinder wird das Festgeldkonto von den Eltern als gesetzliche Vertreter eröffnet und auf den Namen des Kindes geführt. Während der Laufzeit ist das Guthaben in der Regel nicht verfügbar – genau das macht Festgeld zum planbaren Sparbaustein für ein konkretes, terminiertes Ziel. Eine kurze Begriffsübersicht finden Sie auch in unserem Glossar.
Kinder-Festgeld im Vergleich
Diese Konditionen dienen als Orientierung. Den vollständigen, laufend aktualisierten Vergleich mit allen Anbietern und Laufzeiten finden Sie auf unserem Schwesterportal u18festgeld.de.
| Anbieter | Zins p.a. | Laufzeit | Mindestanlage | Einlagensicherung | Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| Renault Bank direkt – U18-Festgeld ZinsgarantieFester Zins über die gesamte Laufzeit – planbar für ein konkretes Sparziel. | bis 2,90 % | 1–5 Jahre | 2.500 € | gesetzlich (Frankreich) | Zum Konto → |
* Affiliate-Links. Konditionen Stand Juli 2026 – bitte beim Anbieter prüfen. Keine Anlageberatung.
Alle Angaben zu Zins, Laufzeit und Mindestanlage sind Beispielwerte mit Stand Juli 2026 und können sich ändern. Für den tagesaktuellen Festgeld-Vergleich empfehlen wir den Blick auf u18festgeld.de. Dies ist keine Anlageberatung.
Wann ist Festgeld für Kinder sinnvoll?
Festgeld lohnt sich, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen: Sie brauchen das Geld über die Laufzeit sicher nicht, und es gibt ein konkretes Sparziel mit Termin. Typische Beispiele sind Rücklagen für den Führerschein, die erste eigene Wohnung, ein Auslandsjahr oder ein Startkapital, das zur Volljährigkeit übergeben werden soll. Wer heute weiß, dass in vier Jahren eine bestimmte Summe gebraucht wird, kann sie mit Festgeld verzinst und planbar bis dahin parken.
Weniger geeignet ist Festgeld dagegen für den laufenden Sparbetrag aus dem Taschengeld oder für den Notgroschen: Da sollte das Geld jederzeit erreichbar sein. Für diesen Zweck ist Tagesgeld für Kinder die bessere Lösung. Und wer sehr langfristig – über zehn Jahre und mehr – Vermögen für das Kind aufbauen möchte, sollte zusätzlich ein Junior-Depot mit ETF-Sparplan in Betracht ziehen, das langfristig höhere Renditechancen bietet (bei entsprechendem Kursrisiko).
Laufzeit wählen und staffeln
Die passende Laufzeit richtet sich nach dem Zeitpunkt, zu dem das Geld gebraucht wird. Bei den meisten Banken können Sie zwischen 1, 2, 3, 4 und 5 Jahren wählen. Faustregel: Wählen Sie die Laufzeit nie länger als den geplanten Verwendungszeitpunkt, da Sie vorher in der Regel nicht an das Geld kommen.
Ein bewährter Trick ist die sogenannte Festgeld-Treppe (Laddering): Statt die gesamte Summe auf eine einzige Laufzeit zu legen, teilen Sie sie in mehrere Tranchen mit gestaffelten Laufzeiten auf – zum Beispiel je ein Drittel über 1, 2 und 3 Jahre. So wird regelmäßig ein Teil frei, den Sie bei Bedarf nutzen oder zu dann aktuellen Konditionen neu anlegen können. Das erhöht die Flexibilität, ohne komplett auf die Zinsvorteile längerer Bindungen zu verzichten.
Mindestanlage beim Festgeld
Festgeld ist eine Einmalanlage und hat deshalb fast immer eine Mindestanlagesumme. Je nach Anbieter liegt sie häufig bei einigen Hundert bis wenigen Tausend Euro. Wer diese Summe noch nicht zusammen hat oder monatlich in kleinen Beträgen sparen möchte, ist mit Tagesgeld oder einem Sparplan im Junior-Depot besser bedient. Sinnvoll kann auch ein Zweischritt sein: erst auf dem Tagesgeldkonto ansparen und die angesammelte Summe dann als Festgeld für ein konkretes Ziel binden.
Tagesgeld oder Festgeld – der Unterschied
Beide sind sichere Zinsanlagen, unterscheiden sich aber in einem entscheidenden Punkt: der Verfügbarkeit.
Tagesgeld – flexibel
- Jederzeit verfügbar, keine feste Laufzeit
- Auch kleine, monatliche Sparbeträge möglich
- Zins ist variabel und kann steigen oder sinken
- Ideal für Notgroschen und laufendes Sparen
Festgeld – planbar
- Fester Zins über die gesamte Laufzeit garantiert
- Geld ist während der Laufzeit gebunden
- Meist mit Mindestanlagesumme
- Ideal für feste Ziele mit klarem Termin
Viele Familien kombinieren beides: Tagesgeld als flexible Basis, Festgeld für terminierte Ziele. Mehr zum flexiblen Sparen lesen Sie unter Tagesgeld für Kinder.
Einlagensicherung beim Festgeld
Festgeld gilt als sichere Anlageform, denn Einlagen bei Banken innerhalb der EU sind über die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Bei ausländischen Banken greift die Sicherung des jeweiligen Sitzlandes – achten Sie deshalb darauf, in welchem Land die Bank ihren Sitz hat und wie solide dieses aufgestellt ist. Da die Beträge beim Kinder-Festgeld in der Regel deutlich unter dieser Grenze liegen, ist das Guthaben im praktischen Fall vollständig abgesichert.
Steuer und Sparerpauschbetrag
Zinsen aus Festgeld sind Kapitalerträge und unterliegen grundsätzlich der Abgeltungsteuer. Für jede Person – auch für Kinder – gilt jedoch der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro pro Jahr, bis zu dem Kapitalerträge steuerfrei bleiben. Reichen Sie dazu bei der Bank einen Freistellungsauftrag für das Konto des Kindes ein, damit die Zinsen nicht automatisch versteuert werden.
Da das Konto auf den Namen des Kindes läuft, kann bei Bedarf zusätzlich eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) beim Finanzamt beantragt werden, sofern das Kind kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen hat. Steuerliche Fragen im Detail klärt Ihr Steuerberater – wir geben hier nur einen allgemeinen Überblick und keine Steuer- oder Anlageberatung. Weitere Grundlagen finden Sie in unserem Ratgeber und im Glossar.
Vor- und Nachteile von Kinder-Festgeld
Vorteile
- Zinsgarantie über die gesamte Laufzeit
- Planbar: der Endbetrag steht von Anfang an fest
- Sicher durch die gesetzliche Einlagensicherung
- Ideal für konkrete Sparziele mit festem Termin
Nachteile
- Geld ist während der Laufzeit gebunden
- Mindestanlagesumme nötig
- Bei steigenden Zinsen unflexibel – der alte Zins bleibt fix
- Keine laufenden Einzahlungen möglich (Einmalanlage)
Sie sind unsicher, welche Kontoart in welchem Alter passt? Unser Ratgeber Starterkonto nach Alter führt Sie Schritt für Schritt durch die passende Kombination aus Girokonto, Tagesgeld, Festgeld und Depot.